Baumsamen
Während der Kältephase laufen im Samenkorn vielfältige biochemische Prozesse ab. Dabei werden Hormon-artige Substanzen gebildet welche die Keimung stimulieren. Das Saatgut sollten entweder im Herbst oder zeitigen Frühjahr ausgesät werden. Am einfachsten ist die Aussaat der Baumsamen in Saatschalen. Die Pflanzgefäße werden zunächst 2-4 Wochen an einem etwa 20°C warmen Ort aufgestellt und feucht gehalten. Anschließend werden die Saatgfäße kalten Temperaturen zwischen -4 und +4 °C ausgesetzt. Eine Schneedecke fördert die Keimung (Staunässe vermeiden!). Sinnvoll ist es die Samen vor "Fraßschädlingen" (Vögel, Mäuse, Insekten) zu schützen. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen setzt die Keimung ein und kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Alternativ dazu kann die Kältebehandlung im Kühlschrank erfolgen, was häufig, gerade bei kleinen Menge erfolgreicher ist als die Saat draußen. Für den Kühlschrank ist es Zweckmäßig die Samen nicht in Schalen zu säen, sondern mit etwas feuchtem Sand, Perlite oder Taschentücher in Plastikbeutel zu packen. Hierbei ist auch die Gefahr der Schimmelbildung geringer. Soll die Kältebehandlung im Kühlschrank erfolgen geht man so vor: Die Saat wird zunächst warm gestellt, etwa 2-4 Wochen an einem etwa 20°C warmen Ort. Das Substrat muß dabei immer feucht (aber nicht naß) gehalten werden. Anschließend wird die Saat kalten Temperaturen ausgesetzt, zwischen -4 und +4 °C. Der Kühlschrank muß dafür möglichst kalt eingestellt sein (evtl. nachmessen!). Nach einer Kältephase von 4-6 Wochen werden die Samen aus dem Kühlschrank genommen und in Töpfe mit Erde ausgesät. Tropische Baumsamen müssen normalerweise nicht startifiziert werden.
