Cocktailtomate ‚Zuckertraube‘ (Solanum lycopersicum) Bio

Cocktailtomate ZuckertraubeTomaten allgemein, insbesondere aber die kleinen süßen Cocktailtomaten, sind für mich der Innbegriff des Geschmacks des Sommers. Da Tomaten zu den sonnenanbetenden Pflanzen gehören, schmecken Ihre Früchte auch von der Sonne geküsst, wenn man sie vollreif direkt von der Pflanze gepflückt probiert. Die meisten Cocktailtomaten überleben bei mir deswegen das Ernten nicht und landen nie in der Küche, weil ihr voller, aromatischer Geschmack einfach zu verlockend ist.

Für Euch habe ich ganz bewusst die Sorte ‚Zuckertraube‘ ausgewählt, die für mich zu einer der robustesten und besten Sorten gehört. Man kennt sie auch unter dem Namen ‚Mexikanische Honigtomate, Miel du Mexique, Mexican Honey oder auch einfach nur Honigtomate.  Meiner Erfahrung nach, kann diese Tomate auch sehr gut im großen Topf auf einem sonnigen Balkon wachsen, Die Früchte reifen Anfang August und beglücken mit reichlich runden roten Tomaten mit einem Durchmesser von 3-4 cm und ca. 20 g pro Frucht. Da die Zuckertrauve äusserst wüchsig ist, solltest Du nicht nur viel Platz einplanen (ca. 80 x 80 cm), sondern Dich auch auf eine große Ernte freuen.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Ganz generell ist die beste Ansaatzeit für Tomatensamen gut 6- 8 Wochen vor den letzten erwarteten Nachtfrösten im Frühjahr. Da Tomaten ihren Ursprung in den tropischen Regionen Südamerikas haben und relativ hohe Temperaturen benötigen, um zu keimen, werden sie in fast allen Klimazonen in Gewächshäusern oder im Haus im Minigewächshaus auf der Fensterbank vorgezüchtet bis sie sich weit genug entwickelt haben, um in den Garten oder auf den Balkon verpflanzt zu werden. Das geschieht meist etwa zwei Wochen nach dem letzten Frost (Mitte Mai) oder sobald die Durchschnittstemperaturen sich um die 12 °C eingependelt haben.

Leider sind Tomaten bei feuchter Wetterlage sehr anfällig für den Pilz Phytophthora infestans, dem Erreger der sogenannten Kraut- und Braunfäule. Seine Sporen werden mit dem Wind verbreitet und haften sehr gut auf der feuchten Pflanze. Einmal gelandet, ist der Schaden praktisch nicht mehr aufzuhalten. Die Symptome sind meistens zuerst an den älteren Blättern zu erkennen. Dort entstehen zunächst unscharf begrenzte, braune Flecke unterschiedlicher Größe, die sich nach kurzer Zeit schwärzlich verfärben und schnell ausbreiten. Auch Stengel und Früchte werden davon befallen. Die Pflanze kann dann eigentlich nur noch im Hausmüll entsorgt und sollte auf keinen Fall kompostiert werden, da die Sporen im Boden überdauern können.

Vorbeugend kann man der Tomatenpflanze ein Regendach bauen, damit sie garnicht erst feucht wird, dnn bei trockenen Wetterlage, tritt diese Krankheit garnicht auf. Außerdem sollte man sie vorsichtig bewässern, so dass kein Spritzwasser die Pflanzenteile erreicht. Entfernen Sie einfach an größeren Pflanzen die unteren Blätter und achten Sie darauf, dass die Tomatenpflanze nicht zu dicht wächst, so dass alle Pflanzenteile schnell wieder trocknen können.

Ernte & Verarbeitung

Sobald die Tomaten leuchtend rot sind, können sie geerntet werden. Ca. ein Zentimeter über dem Fruchtansatz ist eine kleine Verdickung am Stiel zu erkennen. Dieses ist so eine Art Sollbruchstelle. Ist die Tomate wirklich reif, lässt sie sich an der Stelle ganz einfach von der Pflanze pflücken. Auf diese Art und Weise kann bis in den Herbst hinein nach und nach geerntet werden.

Die Lagerung der Früchte geschieht am besten bei 12 bis 18 °C und bei einer relativen Luftfeuchte von 75 bis 95 %. Im Gegensatz zu Blattgemüse ist die Tomate länger haltbar. Dabei verliert sie kaum wichtige Inhaltsstoffe. Tomaten nicht im Kühlschrank aufbewahren.
Bei langer Aufbewahrung wird die Haut dünn und schrumpelig, im Ganzen wirkt die Frucht danach etwas matschig und fühlt sich sehr weich an. Trotzdem ist die Tomate immer sehr wohl noch genießbar. Zum Auffrischen überlagerte Tomaten , ca. 15 Minuten in Eiswasser legen, und die Tomate ist wieder prall und knackig.
Tomaten soll man, wenn möglich, immer räumlich getrennt von anderem Obst und Gemüsesorten lagern. Sie scheiden während der Lagerung Ethen aus, so dass diese schneller reifen und in der Folge auch schneller verderben können.

Wenn der Sommer endet und an den Sträuchern noch grüne, nicht komplett ausgereifte Tomaten hängen, können diese entweder einzeln, bei ausreichend Platz aber auch mitsamt dem ganzen Trieb nachreifen. Einzeln geerntete grüne Tomaten müssen dafür an einem kühlen und trockenen Ort mit ausreichend Belüftung gelagert werden. Sie können beispielsweise in mit Papier abgedeckten Körben im Keller nachreifen.
Möchte man die Tomaten mitsamt der Pflanze nachreifen lassen, sollte man zunächst alle übrigen Blätter entfernen. Man kann den Strauch dann im Ganzen an einem warmen, gut belüfteten und vor Frost geschützten Ort aufhängen, z.B. an der Leine im Keller – besser noch an einem überdachten Ort mit reichlich Sonnenlicht.

Tomaten-MozzarellaTomaten-Kulinarik

Tomaten sind in der Küche sehr vielseitig einsetzbar. Frisch und roh als Salat oder auf’s Brot kennt sie bestimmt jeder. Nichts geht über den italienischen Tomatensalat ‚Caprese‘ an heißen Sommertagen. Die Mischung aus Tomaten, Mozzarella-Käse und frischen gehackten Basilikumblättern angemacht mit Ölivenöl und Balsamico-Essig ist ein Dauerbrenner.

Tomaten lassen sich aber auch kochen, backen, grillen und dörren. Man verarbeitet sie oft zu Tomatensuppe, Nudelsoßen, getrockneten Tomaten oder auch als Schmorgemüse. Tatsächlich passen sie fast immer.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Tomatenketchup selbst gemacht
aus 1 kg reife Tomaten

Tomaten und die Paprika würfeln und in einem beschichteten Topf zum Kochen bringen, pürrieren oder/und durch ein Sieb streichen.

2 Die Zwiebeln mit dem fein gewürfelten Knoblauch, im Öl anbraten und in die Tomaten-Paprika-Sauce geben, wir fügen die Gewürze hinzu und lassen das Ganze bei schwacher Hitze ca. 90 Minuten einreduzieren, gelegentlich umrühren.
Verfeinern kann man mit Ananassaft oder Mango sowie einem guten alten Aceto Balsamico.

Wenn die Masse die gewollte Konsistenz hat, die Gewürze entfernen und alles z.B. in Gläser abfüllen.

Spaghetti all‘ arrabiata
Zutaten für für 4 Personen:

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Chilischoten in Ringe, Tomaten in grobe Würfel schneiden. Öl in einem Topf der einer hohen Pfanne erhitzen. Knoblauch und Zwiebeln leicht Farbe nehmend erhitzen, Tomaten und Chili zugeben, einige Zeit mit andünsten, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Mit 180 bis 200 ml Wasser ablöschen, aufkochen und ca. 10 Minuten dünsten lassen. Inzwischen Basilikum grob hacken.

Die Pasta in kochendem Salzwasser nach Herstelleranweisung al dente (oder knapp davor) zubereiten.

Merke: Die Sosse wartet immer auf die Pasta, niemals umgekehrt !

Nudeln und Basilikum unter die geschmorten Tomaten mengen, Nudeln niemals abschrecken sondern am bestem mit Spaghettizange direkt aus dem Wasser tropfend zu den Tomaten geben. Nochmals erhitzen, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Das ganze mit schönen frischen Basilikumblättern garniert anrichten.