Gelbe Bete ‚Golden‘ (Beta vulgaris) Bio

Nikolaus-TagEine wahrhaft auffällige Erscheinung – die Gelbe Bete. Sie ist eine uralte Kulturpflanze. Die gelbe Rübe ist wie ihre roten und weißen Exemplare ein Nachkomme der Wilden Rübe. Sie gab es einst vielfach an den Meeresküsten in ganz Europa. Ins Landesinnere, nach Mitteleuropa haben sie dann die Römer gebracht. Aber erst im 16. Jahrhundert wird die Bete in ihren verschiedenen Farbvariationen in unseren Landen beschrieben.

Die gelbe Bete sieht eigentlich aus wie die rote Bete, hat aber im Gegensatz dazu eine hell-rosafarbene Schale. Das Innere zeigt sich in leuchtendem gelb mit helleren Maserungen durchzogen. Sie ist sehr saftig, duftet kaum und verursacht keine Färbungen bei Kontakt mit Händen, Stoff oder Kochutensilien wie es der große Nachteil der roten Bete ist. Ihr Eigengeschmack ist zurückhaltend und etwas scharf. Roh genossen zeigt sich eine leichte Fruchtsüsse. Der Clou ist aber natürlich die intensive Farbe.

In Deutschland ist die Gelbe Bete bevorzugt ein Wintergemüse.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Die großen Rüben sind ganz einfach anzubauen. Sie mögen gelockerte Böden. Bei der Kultur in Töpfen, sollte man auf Grund der Ausbildung der Knolle, hohe, große Töpfe auswählen.
Die gelbe Bete gehört zu den Mittelzehrern. Sie mag keine frisch gedüngten Böden und auch keinen Stallmist.

Ernte & Verarbeitung

Die Gelbe Bete kann recht einfach geerntet werden, indem man sie am Laub aus der Erde zieht oder -noch besser- mit einer Grabegabel vorsichtig heraushebt. Die Rüben sind erntereif, wenn die Blätter anfangen, leichte Verwelkungserscheinungen zu zeigen. Dreht man die Blätter kurz oberhalb der Herzblätter ab, wobei die Herzblätter erhalten bleiben müssen, vertrocknen die Rüben nicht. Geerntet werden sollten am besten zunächst die größeren Knollen, dann können die kleineren sich noch weiter entwickeln.

Sanft gekühlt hält sich Gelbe Bete ohne großen Qualitätsverlust bis zu 4 Wochen

Gelbe Bete-Kulinarik

Gelbe Bete können können ganz gebacken oder gegart werden. Einfach mit etwas grobem Salz bestreut, erhält man eine kleine Köstlichkeit.
Fein gewürfelt und mit Kräutern, Limettensaft und Olivenöl kann man einen wunderbaren Dip zu Lachs und Fleisch zaubern.

Auch die frischen Blätter sind für die Küche geeignet. Man kann sie als Salatbeigabe verwenden oder ähnlich wie Mangold zubereiten.

Gelbe Bete sind sehr kalorienarm:
100 g haben rund 40 Kalorien
1,5 g Eiweiß
10 mg Vitamin C
viele Vitamine der B-Gruppe
Eisen, Natrium und Magnesium, Zink
… und nur 0,1 g Fett

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Carpaccio von der Gelbe Bete eine gesunde Vorspeise
Zutaten für 2 Portionen:

Die Gelben Bete in Salzwasser bissfest garen. Etwas abkühlen lassen.
Die Knollen schälen, in dünne Scheiben hobeln oder schneiden und auf zwei Tellern kaum überlappend verteilen.

Die Pinien- und Sonnenblumenkerne ohne Zugabe von Öl vorsichtig anrösten.
Die Bete mit Salzflocken würzen. Die Kerne darüber streuen
Die Teller mit Zitronensaft und Öl beträufeln. Pfeffer frisch darüber mahlen.

Gelbe Bete-Eintopf mit Hühnerfleisch

Zutaten:

Die Hähnchenkeulen mit Lorbeer und Liebstöckel im Hühnerfond etwa 40 Min. sanft simmern lassen. Die fertigen Keulen kaltstellen.
Den Kochfond durch ein Sieb gießen.
Das abgekühlte Fleisch von den Knochen lösen und ohne Haut in kleine Würfel schneiden. Auch das Gemüse in Würfel schneiden.
In die heiße Brühe den geschnittenen Kohl geben und ca. 10 Min. kochen. Dann das restliche Gemüse dazugeben und den Eintopf etwa 30 Min. köcheln lassen. Zum Ende der Kockzeit das Fleisch dazugeben und das Ganze mit Majoran (vorsichtig, getrocknet sehr intensiv), Salz und Pfeffer abschmecken.
Nach Geschmack feine Petersilie oder Kerbel darüber streuen.