Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) Bio

kapuzinerkresseNoch so ein schönes Gewächs der Sonne ist ganz sicher die Kapuzinerkresse, da der Anblick ihrer vielen wunderschönen , leuchtenden Blüten immer wieder das Herz erwärmt.

Die Kapuzinerkresse ist ein kletterndes oder bodendeckendes Kraut mit essbaren Blüten. Diese sind sehr auffällig und zierend während der Blütezeit im Sommer. Es gibt sie in Farbvarianten von hellem Gelb über leuchtendem Orange nach samtigen Rot.

Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika, wo sie vor allem in den Gebirgen wildwachsend anzutreffen ist. Man kennt acht Arten, die in ihrer Heimat ausdauernd wachsen, in Mitteleuropa jedoch nur als einjährige Pflanzen im Garten als Zierpflanze kultiviert werden, etwa als Spalierpflanze oder zur Fassadenverschönerung. Lediglich die hier vorliegende sogenannte ‚Große Kapuzinerkresse‘ (Tropaeolum majus) wird auch als Nutz- und Heilpflanze angebaut.

Die Blätter der Kapuzinerkresse haben eine ungewöhnliche schildartige Form. Alle Pflanzenbestandteile enthalten Senfölglycoside. Diese verursachen nicht nur den scharfen, kresse-ähnlichen Geschmack, der für den Pflanzennamen verantwortlich ist, sondern begründen auch die Heilwirkung der Pflanze. Kapuzinerkresse soll gegen Erkältung und Husten helfen. Die Senföle der Pflanze wirken antibakteriell, antiviral und gegen Hefepilze. Man kann sie außerdem gegen Schmerzen, zur Verbesserung der Wundheilung, bei Verdauungsstörungen sowie gegen Blasenentzündungen und Infekte der oberen Atemwege einsetzen. Tatsächlich war sie 2013 in Deutschland die ‚Arzneipflanze des Jahres‘.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Die Aussaat ist von Mai bis Juli im Freiland möglich. Besonders gut klappt es mit der Keimung, wenn man die Samen vor dem Aussäen für ca. fünf Stunden in warmem Wasser oder Kamillentee quellen lässt. Dann breitwürfig oder in Reihen 2 cm tief aussäen. Bei +15-18°C dauert die Keimung zwischen 10 und 20 Tage. Ab Temperaturen über +25°C kann die Keimung deutlich vermindert sein. Die Pflanze bevorzugt Sonne bis lichten Halbschatten und humusreiche, leichte, lockere, nicht zu nahrhafte Erde. Sie mag kühle Witterung. Bei Hitze oder schweren und zu nährstoffreichen Böden entwickelt diese Pflanze nur wenige Blüten. Tatsächlich ist sie eine ausgezeichnete Wahl als Unterpflanzung von Bäumen. Kapuzinerkresse bildet bis zu 4 m lange Triebe, die den ganzen Sommer hindurch Blüten tragen. Da sie nicht winterhart ist, endet diese Pracht jedoch oft schon vor dem Winter direkt mit dem ersten Frost.

Ernte & Verarbeitung

Verwendet werden neben der Blüte als essbare Verzierung in Salaten und Süßspeisen auch die jungen Blätter als würzende Zutat für Salate sowie geschlossene Knospen oder unreife Samen eingelegt in Essig und Salzlake als Kapernersatz.
Blüten und Blätter sollten immer frisch gepflückt werden direkt vor der Zubereitung, dann ist das scharfe Aroma am besten.

Kapuzinerkresse-Kulinarik

Man kann sowohl die runden Blätter als auch die Blüten verzehren und damit mit einem leicht scharfen Geschmack Speisen würzen. Das ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Kapuzinerkresse Suppe
Zutaten:

Die Kapuzinerkresse hacken, Knoblauch fein würfeln, mit der ebenso gewürfelten Zwiebel und der Kresse anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen, etwas einkochen lassen.
Dann die Brühe angießen, aufkochen lassen und mit Salz, Senf und Pfeffer würzen.
Mit Kapuzinerkressenblüte garnieren. Als Einlage eignen sich Croutons