Mangold ‚Glatter Silber‘ (Beta vulgaris) Bio

weisser Mangold
Mangold ist eine vielseitige Gemüsepflanze. Obwohl sie ursprünglich von der an Küsten wachsenden Wilden Rübe oder auch dem See-Mangold (Beta vulgaris subsp. maritima) abstammt, nutzt man nur die Blätter für den Verzehr und nicht die Rüben. Der Mangold erscheint mit seinen langstieligen bis zu 30 Zentimeter langen Blättern als ein optisch dem Spinat ähnliches Gemüse. Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlicher Blattfarbe (hell, gelb, hell- bis dunkelgrün und rot), die Blätter können Runzeln zeigen oder glatt sein.

Mangold ist im deutschsprachigen Raum auch unter vielen anderen Namen bekannt: Beißkohl, Blattmangold, Krautstiel, Rippenmangold, Römischer Kohl oder Stielmangold. All diese Namen lassen die Nutzungsarten erkennen, denn man verwendet entweder die Blätter ähnlich wie Spinat und Blattsalat oder aber die in Stücke geschnittenen, faserigen Blattstiele als Gemüse.

Mangold gehört zu den zweijährigen Pflanzen und schenkt einem im zeitigen Frühjahr die ersten grünen Blätter für die Küche.
Da es Mangold in vielen ansprechenden und leuchtenden Farbvarianten gibt, wird dieses Gemüse auch gerne mal als Zierpflanze ins Blumenbeet gepflanzt.

mangold-blaetterTipps & Tricks für den Anbau:

Mangold ist eine sehr unkomplizierte zweijährige Nutzpflanze. Im Freiland kann man ihn ab Mitte April direkt aussäen. Auch im Topf gedeiht Mangold ganz ausgezeichnet. Auch für diese Pflanze benötogt man aber einen tiefen Topf, da Mangold ja eine rübenartige Wurzel ausbildet.

Nach dem Schnitt der Blätter ist ein guter Zeitpunkt für eine Düngung.

Ernte & Verarbeitung

Mangold ist eine sehr ergiebige Pflanze, denn er gehört zu den ersten Gemüselieferanten im Jahr wie auch zu den letzten, denn man kann die Blätter beständig bis in den Winter frisch ernten.
Am zartesten sind die jungen etwa 10-15 cm langen Blätter. Diese eignen sich besonders für den roh verzehr als Salatbeigabe.
Die Ernte kann meist schon im Juni beginnen. Man bricht oder schneidet die äußeren Blätter ab. Den Schnitt erst 5 cm über der Basis der Pflanze ansetzen, damit dass Herz unverletzt bleibt. In der Regel erholt sich die Pflanze so schnell und treibt nach einiger Zeit wieder neu aus.
Man sollte die Mangoldblätter wirklich immer ganz frisch ernten, denn so hat man das ganze Jahr beständig frische Blätter und die Haltbarkeit ist relativ kurz. Schlägt man die Blätter in ein feuchtes Tuch oder einen Lochbeutel ein, so sind sie im Kühlschrank nur ca. 2 Tage haltbar. Erntet man nur einmalig die ganze Pflanze, so ist die Haltbarkeit deutlich länger.
Blanchierte Blätter lassen sich tiefgefroren haltbar machen.

Mangold-Kulinarik

Mangold verliert bei Lagerung schnell seine wertvollen Vitalstoffe. Er sollte möglichst rasch verzehrt werden. Die Pflanze enthält sehr viel Vitamin K, außerdem Vitamin A und E, sowie Natrium, Kalium, Magnesium und Eisen.
Da die Mangoldwurzel relativ viel Zucker enthält, wurde früher durch Auskochen Zucker gewonnen. Die Zuckerrübe löste dieses Verfahren ab.
Mangoldblätter haben – ähnlich wie Spinat- einen sehr hohem Oxalsäuregehalt. Daher sollte man sie nur gelegentlich roh essen und sich mehr auf die gekochten Varianten verlegen.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Mangoldpfanne mit Feta und Hack
Zutaten:

Die Schalotten und den Knoblauch fein würfeln. Mangoldblätter von den Stielen trennen. Die Blätter klein hacken. Die Stiele in kleine Stücke schneiden, Tomaten ebenfalls klein würfeln.

Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch in die Pfanne geben, scharf anbraten und dabei zu möglichst kleinen Bröseln zerteilen. Sodann die Schalottenwürfel und den Knoblauch mit dem Hack anschwitzen, die Mangoldstiele hinzugeben und mit anbraten. Mit Rotwein ablöschen. Etwas Einkochen lassen, damit der Alkohol verfliegt und das Weinaroma sich potenziert. Danach die Gemüsebrühe angießen und alles 20 min. bei mittlerer Hitze und mit Deckel schmoren.

Erst jetzt die Mangoldblätter und die Tomaten dazugeben und nochmals 5 Minuten ziehen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Oregano nach Geschmack würzen. Danach den Feta-Käse darüber streuen. Nochmals erwärmen und gut verrühren. Dazu passt Kartoffelbrei oder einfach ein Brot.

Gemüse von Mangold und Karotten
Zutaten:

Zunächst den Mangold waschen und die Blätter von den Stielen trennen. Blätter in breite, die Stiele in feinere Streifen schneiden. Karotten sauber putzen und auch in feine Julienne schneiden.
Butter in einer Pfanne nicht zu stark erhitzen. Zwiebelwürfel, Karottenstreifen und Mangoldstiele bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten dünsten – dabei häufig wenden. Knoblauch fein gewürfelt dazugeben, mit Zucker, Salz und frischem Pfeffer würzen. Die Mangoldblätter dazugeben und mit Deckel noch 5 Minuten bei schwacher Hitze schmurgeln lassen.
Nun Schmand oder Crème frâiche einrühren und 3 Minuten erhitzen ohne das Ganze dabei kochen zu lassen. Guten Appetit !