Krause Petersilie ‚Mooskrause‘ (Petroselinum crispum) Bio

krause petersilieDie deutsche Küche wäre ohne Petersilie fast undenkbar, denn sie gehört zu den am häufigsten verwendeten Küchenkräutern und darf deswegen wirklich in keinem Kräutergarten fehlen Zum Glück lässt sich das Würzkraut auch sehr gut in Töpfen kultivieren, so dass man auch auf Balkon, Terrasse und Fensterbank ausweichen kann.
Man verwendet die Blätter meist kleingehackt und frisch im rohen Zustand. Der typische sehr frische und manchmal leicht bittere Geschmack der Petersilie ist sehr typische für viele Gerichte. Besonders in der mediterranen Küche kommt die Petersilie als Gewürz sehr oft zum Einsatz, was daran liegen mag, dass sie ursprünglich wohl aus dem östlichen Mittelmeergebiet bis Westasien stammt.
Wie viele andere Kräuter auch, so wurde die Petersilie zunächst als Heilkraut bekannt. Sie gilt als appetitfördernd, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schleimlösend, tonisierend und wehenfördernd. Schwangeren Frauen rät man deswegen vauch von einem übermäßigen Genuss ab. In Mitteleuropa erschien die Pflanze daher erst während des Mittelalters in den Klostergärten als Heilpflanze. Erst später fand sie dann auch Verwendung als Küchenkraut.
Da die Petersilie sehr gerne mit dem Sellerie verwechselt wurde, dessen Blätter optisch sehr ähnlich sind, begann man mit der gezielten Züchtung von krausen Blättern als deutliches Unterscheidungsmerkmal. Die glatte und die krause Petersilie unterscheiden sich allerdings auch deutlich in ihrem Geschmack. Man sagt der krausen Petersilie das deutlich feinere Aroma nach.

Die Mooskrause hat mittel- bis dunkelgrüne, stark gekrauste Blätter mit würzigem Aroma. Diese Petersilie überzeugt mit einem besonders kräftigen Wuchs.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Krause PetersiliePetersilie ist eine zweijährige, krautige Pflanze und gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie blüht im zweiten Jahr. Aussaat von März bis Juli direkt ins Freiland oder als Topfpflanze. Aussaattiefe 0,5 cm. Braucht mindestens +7°C zum Keimen. Die Petersilie keimt insgesamt etwas zögerlich. Man muss mit ihr geduldig sein.
Petersilie bevorzugt einen Platz im Halbschatten in humusreichen und tiefgründigen, lehmigen Gartenboden. Man sollte im Garten jährlich den Standort wechseln.

Ernte & Verarbeitung

Alle Bestandteile der Petersilie sind essbar. Meistens verwendet man jedoch nur ihre Blätter. Diese werden während der gesamten Vegetationsperiode jeweils frisch geschnitten und dann gehackt zum Würzen verwendet. Petersilie enthält mit ca. 160 Milligramm auf 100 Gramm enthalten vergleichsweise (z. B. Zitrusfrüchte) viel Vitamin C.
Konservierung für die kalten Tage:
Die harten Stängel entfernen und die Petersilie waschen. In ein hohes Gefäß mit etwas Wasser geben und mit dem Zauberstab fein hacken. In einem Sieb abgießen gut trocknen lassen . Die kleingehackte Petersilie in einen Gefrierbeutel geben. Die Petersilie ist nun ein gutes halbes Jahr Monate im Tiefkühlschrank haltbar und jederzeit verfügbar.
Als Heildroge werden die getrockneten und reifen Früchte verwendet.

Petersilie-Kulinarik

Die Blätter der Petersilie werden als Gewürzkraut meist roh oder nur nur kurz erhitzt verwendet, da sie sonst ihr typisches Aroma verlieren, und stellen einen festen Bestandteil verschiedener maritimer Küchen dar. Als Teil des „Bouquet garni“ in der traditionellen französischen Küche wird die Petersilie schon zu Beginn der Garzeit hinzugegeben. Auch in Vorderrasien ist die Petersilie häufig in Gebrauch, so werden beispielsweise in der türkischen Küche fast viele kalte Gerichte und gebratenes Fleisch mit gehackter Petersilie verfeinert. Bei Taboulé, (Salat aus der libanesischen Küche), ist Petersilie zusammen mit Minze und Weizengrieß die Hauptzutat. Petersilie ist ein Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße, eines typischen Gerichts der deutschen Regionalküche. das sich besonders im hessischen Raum großer Beliebtheit erfreut.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Spätzle mit Käse und Petersilien
Zutaten für 4 Personen

Champignons putzen und vierteln. Butter in einer Pfanne erhitzen. Pilze darin ca. 5 Minuten braten, mehrfach wenden, danach Schinken und Spätzle zugeben. Weitere ca. 7 Minuten braten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Petersilie waschen, trocken und grob hacken. Gehackte Petersilie zu den Spätzle geben, kurz durchmischen. Spätzle in Schalen anrichten, mit etwas Gouda bestreuen.

Selleriepüree mit Petersilie
Zutaten für 4 Personen:

Sellerie putzen, schälen und in Würfel schneiden. In einen Topf geben und mit Sahne und Brühe aufgießen. Lorbeerblätter hinzufügen und ca. 25 Minuten kochen. Petersilie waschen, trocknen und grob hacken
Sellerie abseihen. Die Flüssigkeit in einer Schüssel aufheben. Lorbeer entfernen. Selleriewürfel stampfen oder fein pürrieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Eventuell noch etwas aufbewahrte Kochflüssigkeit hinzufügen. Petersilie unterrühren, das Püree in 4 Schüsseln anrichten.
Ein Stich Butter macht es zum vollendeten Genuß.