Chili ‚Habanero‘ (Capsicum chinense) Bio

Habanero chili
Bei dieser Habanero Chili-Sorte handelt es sich um die klassische, orangefarbene „Urform“, die noch immer zu den schärfsten Chilis der Welt gehört.
Bis der Jolokia Chili bekannter wurde, galt Habanero sogar als schärfste Sorte überhaupt. Die harmlos aussehenden Früchte (sie ähneln kleinen Gemüsepaprikas) beeindrucken mit ihrer kurz anhaltenden enormen Schärfe und dem unverwechselbaren exotischen Geschmack.

Obwohl Habaneros den karibischen Chilis sehr ähneln, stammen sie wohl ursprünglich aus Mexiko, wo sie auch heute noch auf der Halbinsel Yucatán angebaut werden. Im Laufe der Zeit haben sich viele Selektionen daraus entwickelt, die sich teilweise in Geschmack und Aussehen unterscheiden.

Kenner beschreiben seinen Geschmack als fruchtig-rauchig, fast schon tropisch, mit einer sehr schnell wirkenden, starken Schärfe. Die Früchte der mexikanischen Sorten sind meistens 2-6 cm lang und etwa 3 cm breit, gelb bis orange gefärbt im reifen Zustand. Es gibt jedoch auch einige karibische Sorten, wie beispielsweise den ‚Carribean Red‘, die sich rot verfärben.

Der ‚Habanero‘ trägt meistens reichlich, wird bis zu 120 cm hoch und hat eher breite grüne Blätter. Die Früchte werden gerne frisch verwendet in Salsas oder getrocknet beziehungsweise eingelegt. Man verwendet sie natürlich zum Würzen.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Chili Pflanzen können einjährig im Freiland oder als ausdauernde Kübelpflanze gehalten werden. Wir empfehlen die Pflanzen zu überwintern und mehrjährig zu halten, da gerade im zweiten Jahr mit einer üppigen Chili Ernte zu rechnen ist.
Samen in Aussaaterde drücken und unbedingt warmstellen (ca 24°C). Chilisamen brauchen viel Wärme zur Keimung – hier kann ein beheiztes Zimmergewächshaus hilfreich sein. Wächst gut im Zimmer. Liebt sonnige Standorte und nahrhafte Erde. Sie sollten mit der Aussaat bereits Ende Januar / Angang Februar beginnen, da Chilis eine sehr lange Reifezeit haben.
Chilis sind sehr nährstoffliebend und profitieren von einer kräftigen Stickstoff-Düngung.

Ernte & Verarbeitung

Ernten Sie die gereiften Schoten rechtzeitig ab, am besten noch grün Das erleichtert die Bildung und das Nachwachsen weiterer Früchte. Auch grün gepflückte Schoten können unter Umständen noch nachfärben; oft schrumpeln die Schoten aber schon, bevor sie rot werden.
Die beste Methode der Konservierung ist die Trocknung.

Habanero-Kulinarik

Habanero Liebhaber beschreiben das Aroma mit fruchtig, leicht rauchig, „tropisch“, Anklänge an Melone. Der Geschmackseindruck ist überaus komplex und ausbalaciert.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Omas Szegediner Gulasch gepimpt mit Habanero
Zutaten für 6 Personen:

Fleisch im Schmalz scharf anbraten. Mit dem Mehl bestäuben. Die Zwiebeln, etwa 1 TL Salz und 1 TL Kümmel, 3 TL Paprikapulver, das Tomatenmark und feingeschnittene Knoblauchzehen dazu geben.
Die Mischung etwas anbraten und mit Brühe auffüllen. Etwa eine halbe Stunde mit Deckel schmoren lassen.
Nun das Sauerkraut zufügen (falls Dosenware, bitte vorher ausdrücken), nach persönlichem Geschmack Habaneros dazu, das Ganze vermengen und nochmals ca. 20-30 Minuten schmoren lassen.
Zur Bindung eine Kartoffel rein reiben (bei Bedarf). Beim Servieren noch etwas Sauerrahm auf das Gulasch geben.
Wieder aufgewärmt noch besser ! Dazu passen Salzkartoffeln oder ein frisches Sauerteigbrot.
(Alternativer Tipp: Meine Oma gab festkochende Kartoffelwürfel von Beginn an dazu. Das ergab Sämigkeit und Sättigungsbeilage zugleich)

African Pepper Chicken Soup
Zutaten für 4 Personen:

In einem großen Topf die Hähnchenteile, die gewürfelte Zwiebel, gehackte Habanero und Gewürze mit dem Wasser zum Kochen bringen (Das Fleisch sollte knapp bedeckt sein mit Wasser).
Wenn es etwa 1 Minute stark gekocht hat, bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Rühren so lange garen bis die Hähnchenteile gar sind.
Fleisch herausnehmen, Suppe nach Geschmack noch einkochen und mit Salz abschmecken. Fleisch ohne Knochen wieder in die Suppe geben. (Evtl. Reis dazu) SCHARF aber LECKER !