Winterheckenzwiebel, Frühlingszwiebel ‚White Lisbon‘ (Allium fistulosum) Bio

winterheckenzwiebel
Die Winterheckenzwiebel ist eine winterharte Lauchart aus Asien, die wie unsere bekannten Lauchzwiebeln verwendet wird. Als alte Kulturpflanze war sie früher in jedem Bauerngarten zu finden.
Sät man sie in der Reihe aus, so sehen die robusten, grünen Halme in der Tat wie eine kleine dichte Hecke aus. Man kann sie daher sehr gut als Randbepflanzung für Beete benutzen.

Die kräftigen Halme können das ganze Jahr geschnitten werden. Auch die Zwiebeln haben ein angenehm mildes Aroma und können unter Kulturbedingungen 4-5 cm Durchmesser erreichen.
Die kleineren Zwiebeln mitsamt Laub eignen sich gut als Frühlingszwiebeln. Auch die weißen Blüten der Winterheckenzwiebel sind essbar und schmecken nach Zwiebel – besonders gut für Salatgarnitur. Da man sie ganzjährig beernten kann, nennt man sie auch die ‚ewige Zwiebel‘.
Die Blütezeit beginnt ab Juni. Ihre weißen kugeligen Blüten sind sehr begehrt von Bienen und anderen fliegenden Insekten.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Aussaat ins Freiland ab März möglich: Samen mit ca 2 cm Erde bedecken. Bei Saat in Reihen: Abstand 20 cm. Winterharte, ausdauernde Pflanze. Liebt lockere Gartenerde. Auch im Topf oder Kübel kann die Pflanze gut gehalten werden. Besonders gut wächst sie sogar in Balkonkästen. Bis in den Winter sind Ernten möglich.

Ernte & Verarbeitung

Blätter Nach Bedarf abschneiden und frisch verwenden. Nach dem Waschen und Trocken kann er auch eingefroren werden.
Trotz ihrer Bezeichnung lassen sich die Frühlingszwiebeln das ganze Jahr über genießen. Die Lauchzwiebel ist klassische Zutat für asiatische Wok-Menüs.

Lauchzwiebel-Kulinarik

Die Verwendung der Winterheckenzwiebel ist der der Speisezwiebel ähnlich, der Geschmack aber weniger intensiv (scharf). Die Blätter schmecken deutlich intensiver als Zwiebeln oder Schnittlauch. Winterheckenzwiebeln werden frisch geschnitten als Gewürzgrün oder gegart gegessen. Die Blätter können auch als Beigabe oder als Ersatz für Schnittlauch verwendet werden. Für Salate oder Suppen bestens geeignet. Auch die Samen kann man in der Küche als Gewürz verwenden. Sie werden im Hochsommer aus den Samenkapseln gewonnen. Die Samen sollten ganz gelassen und kühl und dunkel gelagert werden, da das Aroma sonst verfliegt.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Auflauf mit Kartoffeln, Schinken und Winterheckenzwiebel
Zutaten für 4 Personen:

Den Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze (160° C Umluft) vorheizen.
Die Winterheckenzwiebel waschen und in 2 cm lange Stücke schneiden. Den geräucherten Schinken in Streifen schneiden. Die Kartoffeln schälen und waschen in Scheiben schneiden und etwas abtrocknen.
Eine hitzebeständige Form mit Butter ausstreichen und jeweils eine Lage Kartoffeln, Winterheckenzwiebel und Schinken einlegen. Knoblauch schälen, hacken und darüber verteilen. Sahne, Eier und Käse verrühren, Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Sahne-Mischung in die Form gießen und im Backofen ca. 45-50 Minuten backen. Gegen Ende der Garzeit auf den Bräunungsgrad achten und ggf. mit Alufolie abdecken.
Etwas abkühlen lassen und mit fein geschnittenen frischen Winterheckenzwiebelhalmen dekorieren.
Dazu ein kühles Pils oder ein trockener Weißwein.

Trofiette mit Winterheckenzwiebel und Speck
Zutaten für 4 Portionen:

Winterheckenzwiebel putzen und in 1-1,5 cm dicke Ringe und den Speck in Streifen schneiden. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Speck darin langsam anbraten. Die Winterheckenzwiebel dazu geben und 8 Minuten mitbraten. Mit Wein ablöschen. Kurz einkochen lassen. Den Fond zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
Pasta nach Packungsanweisung garen. Abgießen. Pasta und Käse zum Pfanneninhalt geben, den Ricotta mit dazu untermischen und sogleich in vorgewärmten Tellern servieren.