Cilantro, Blatt-Koriander (Coriandrum sativum) Bio

blatt-koriander
Der Name Koriander leitet sich von den griechischen Begriffen kóris (Wanze) und amon oder aneson (Anis / Dill) ab. Weitere Namen sind Arabische oder Asiatische Petersilie, Gartenkoriander, Kaliander, Klanner, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Stinkdill, Wanzendill, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel.
Kulinarisch gilt: Korianderblätter liebt man oder hasst man.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Freilandaussaat ab April oder als Topfpflanze auch früher. Liebt sonnige Lagen und mäßig feuchten Boden.

Ernte & Verarbeitung

Blattkoriander kann bis in den September geerntet werden, insofern die Aussaat ab Ende April erfolgte. Die Blätter verlieren nach der Blüte an Aroma.
Die Blätter sollten möglichst frisch gezupft am Ende einer Zubereitung zugegeben werden. Die Verarbeitung in der Heilkunde und Kosmetik ist ebenso mit frischen Blättern möglich.
Getrocknete Blätter sollten nicht verwendet werden.

Koriander-Kulinarik

In der südamerikanischen und asiatischen Küche sind frische Korianderblätter ein Standardkraut – Cilantro ist dort ähnlich der Petersilie in der europäischen Küche. Geschmacklich haben diese beiden Kräuter jedoch wenig gemeinsam. Von dieser Sorte können sowohl die frischen Blätter als auch die Samen verwendet werden. Koriander-Samen duften überaus warm mit leichten Zitrus-Noten. Die frischen Blättern hingegen haben ein ganz eigenes Aroma, das die meisten Menschen entweder lieben oder hassen.
Manchmal braucht es auch eine gewisse Zeit des Herantastens um das Aroma schätzen zu lernen. Korianderblätter sollten nur jung und keinesfalls getrocknet verwendet werden. Sie haben dann ein ausgesprochen frisches, strahlendes, zitroniges Aroma, mit tiefen, etwas seifigen Untertönen.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Hähnchenfilet mit Vanillekarotten und Koriander-Erbsen-Püree
Zutaten für 2 Personen:

Erbsen auftauen. Karotten schälen, waschen und in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Hälfte der Butter erhitzen und Zwiebel glasig andünsten. Erbsen und Milch dazugeben, und 5-6 Minuten kochen.
Koriander waschen, trocken, Blättchen von den Stielen zupfen und zu den Erbsen geben. Ein paar zum Garnieren aufheben. Erbsen mit dem Pürierstab fein zerkleinern. Mit Salz, Pfeffer und Sojasauce abschmecken. Püree warm stellen.
Fleisch würzen. Öl in einer Pfanne erhitzen und Fleisch je Seite ca. 4-5 Minuten braten.
In einem zweiten Topf Butter aufsetzen und Karottenscheiben darin ca. 5 Minuten andünsten. Mit Salz und Zucker verfeinern. 100 ml Brühe angießen und mit den Karotten im geschlossenen Topf ca. 5 Minuten kochen. Vanilleschote ca 1 min am Ende mitkochen lassen. Wieder herausfischen, trocknen und wiederverwenden (z.B. zu Vanillesalz). Ingwer schälen und fein reiben, zu den Karotten geben. Alles auf einem Teller anrichten und mit Korianderblättern garnieren.

Avocado-Koriander Aufstrich
Zutaten für 4 Vorspeisen:

Beide Avocados klein schneiden und in einer Schüssel oder einem tiefen Teller mit einer Gabel zerdrücken. Die Masse umgehend mit Limettensaft beträufeln, mit Salz und Pfeffer und Olivenöl abschmecken. Die gehackten Korianderblätter dazu mischen.
Wenn man den Auftrich nicht gleich servieren kann, den Kern der Avocado dazu legen, dann bleibt das ganze appetitlich grün und frisch.
Zu geröstetem Baguette oder auch mit Crackern eine Köstlichkeit.