Oregano (Origanum vulgare) Bio

oregano
Oregano passt zu italienischen Tomatengerichten, Lamm und Pizza. In der Mexikanischen Küche wird Oregano oft zusammen mit Kreuzkümmel, Koriander, Chili und Knoblauch verwendet. Man verwendet in der Küche die aromatischen Blätter, die das ganze Jahr über geerntet werden können.
In Europa hat Oregano auch eine alte Tradition als Heilpflanze bei Beschwerden des Verdauungssystems, chronischer Bronchitis und Hautproblemen.
Seine Blüten sind besonders reich an süßem Nektar, weswegen Oregano eine vorzügliche Bienen- und Schmetterlingspflanze ist !

Oregano wurde im Mittelalter als wichtige Pflanze zur Hexenabwehr betrachtet und sollte auch vor dem Teufel beschützen. Zur Teufelsaustreibung hielt man den dafür gehaltenen Hexen das Blätter unter die Nase. Die Blätter sollten die Menschen innerlich wieder aufblühen, verschwundenen Mut zum Leben wieder entflammen lassen und allgemein fröhlich stimmen. Das wird auch der Grund für die gebräuchliche Bezeichnung der Pflanze als Wohlgemut sein. Oregano wurde oft in einen Brautstrauss eingeflochten. Es wurde auch verräuchert um die Dämonen abzuwehren.

Tipps & Tricks für den Anbau:

Oregano gedeiht gut in möglichst sonnigen und warmen Lagen.
Die Aussaat erfolgt ab Mitte März drinnen. Freilandaussaat ist erst ab Mitte Mai möglich. Bei der Aussaat die Samen leicht angedrückt, jedoch nicht mit Erde beedecken („Lichtkeimer“). Die Jungpflanzen können ab Mitte Mai ins Freiland ausgepflanzt werden.
Oregano eignet sich auch gut für den Anbau im Blumentopf.

Ernte & Verarbeitung

Oregano kann das ganze Jahr lang geerntet werden. Wenn man die filigranen Blätter vorsichtig abzupft, fördert man das Wachstum der Seitentriebe.
Ist die Pflanze groß-buschig geworden, sollte man die Stiele mit den Blättern ca. 15cm über dem Boden abschneiden. Dann treibt die Pflanze schnell neu aus. Den Schnitt zum Trocknen in einen dunklen Raum hängen. Nach dem Trocknen können die Blätter vom Stängel abgestreift und trocken aufbewahrt werden.

Oregano-Kulinarik

Als Würzmittel ist Oregano mindestens seit 300 bis 400 Jahren im Gebrauch. Abgesehen von den nicht ganz eindeutigen römischen Quellen kann nur ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert angeführt werden, in dem Oregano als Zutat zu Pfannkuchen erwähnt wird. Ansonsten lassen sich botanische Bücher selbst noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich darüber aus, dass Oregano Heil- und Zauberpflanze sei und dass man mit seinem roten Farbstoff Wolle färben könne.
Oregano spielt als Gewürz in der deutschen Küche eher eine geringe Rolle. In der italienischen, griechischen und spanischen Küche ist er ein sehr wichtiges Gewürz, wird aber auch im gesamten übrigen Mittelmeerraum viel verwendet. Oregano passt gut zu Omeletts, italienischen Soßen, Tomatengerichten, Lamm oder Gemüseaufläufen.
In der Tex-Mex-Küche wird Oregano oft zusammen mit Kreuzkümmel, Chilis, Knoblauch und Zwiebeln verwendet. Unter anderem ist er wichtiger Bestandteil von Chili con Carne. Oftmals wird er dabei jedoch auch durch mexikanischen Oregano (Lippia graveolens), einer mittelamerikanischen Gewürzpflanze, ersetzt. Diese ist mit dem eigentlichen Oregano nur entfernt verwandt, hat aber einen ähnlichen, jedoch kräftigeren Geschmack. Den intensivsten Geschmack bietet der echte Griechische Oregano (Origanum vulgare spp. hirtum) wohingegen Majoran (Origanum majorana) weniger intensiv schmeckt. Auch Türkischer Oregano (Origanum onites) findet Verwendung.

Hier ein paar tolle Rezeptideen:

Türkischer Obatzda
Zutaten für 4 Vorspeisen:

Feta und Schafskäse mit einer Gabel zerdrücken. Knoblauch fein würfeln und mit dem Messerrücken auf einem Brett zerdrücken. Ajvar dazu mischen. Mit Olivenöl und 1-2 TL Zitronensaft glatt rühren. Je nach dem ob man es stückiger oder glatter haben möchte.
Mit Oregano und Basilikum abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreuen. Nach Gusto abschmecken mit Salz, Pfeffer und Chili.
Am besten ein paar Stunden ziehen lassen. Dazu schmeckt am besten ein frisches Fladenbrot.

Mediterraner Bohnentopf
Zutaten für 4 Personen:

Paprika, Sellerie und Tomaten putzen, waschen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebel in große Würfel schneiden, Knoblauch fein hacken. Wurst in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Wurst leicht anbraten. Dann Zwiebelwürfel und Knoblauch kurz mitbraten. Paprika, Staudensellerie und Tomaten unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Oregano würzen. Den Fond angießen. Mit Deckel ca. 30 Minuten garen. Bohnen abtropfen lassen (Sieb) und nach 15 min. mit zum Rest geben. Den Bohnentopf nochmals abschmecken und anrichten.